Homeofficer nicht allein zuhause... 1

Homeofficer nicht allein zuhause…

Es nützt nichts… Man trennt sich räumlich ab, man schliesst ab und man versucht den Lieben zu erklären, dass man arbeitet und eben nicht nur rumsitzt… Den Kindern ist das egal, ist es doch zu schön, wenn der Papa da ist. Das ist bisweilen anstrengend und auch nach nunmehr gut 5 Jahren Heimarbeit kann ich für dieses Problem keine gute Lösung finden…

Aber ist das ein überhaupt ein Problem? Klar wird man öfter aus der Arbeit rausgerissen, als man das will. Was ich als Vater von drei Kindern dafür aber bekomme, ist für jeden festangestellten Familienvater unerreichbar. Bei den ersten Schritten meines Jüngsten war ich live dabei. Der Tochter das Fahrradfahren ohne Stützräder spontan an einem Mittwochmittag beizubringen… unbezahlbar. Und gerade jetzt, wo die Kinder wegen der Corona-Pandemie auch Homeoffice haben gibt es noch viele weitere Dinge, die wichtiger sind als die Arbeit.

Für meine Kunden bin ich deshalb natürlich auch nicht immer direkt erreichbar. Das war ich während der Festanstellung aber auch nicht. (Zumal das ohnehin von Kollegen geregelt wurde, die aber auch oft in Meetings oder außer Haus waren). Dafür rufe ich dann gerne zurück, wenn ich mal einen Anruf „verpasst“ habe.

Am Anfang fiel es mir schwer, mich von der 9to5-Denke zu lösen. Heute sehe ich genau das als einen der größten Vorteile der Selbstständigkeit – die freie Zeiteinteilung. Da arbeite ich 10.30to12, 14.30to17, 19to 21 und gar nicht selten auch noch 23to02… Noch ein Vorteil gefällig? Ich bin täglich zwei Stunden weniger unterwegs, weil ich ja nur zwei Treppen runter muss.

Kurzum: trotz mancher Widrigkeit führt das „Homeoffice“ letztlich zu einer Steigerung der Lebensqualität bzw – um es im Jargon der „Werktätigen“ zu sagen – einer besseren Work-Live-Balance.

Follow my blog with Bloglovin